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                Modelleisenbahn der Baugröße H0


            

Mit der Modelleisenbahn bin ich von Kindheit an verbunden. Lange Zeit, speziell als Jugendlicher , verfügte ich über keine eigene Anlage und beschränkte mich auf die  Pflege und Erweiterung meiner Fahrzeugsammlung. Das Angebot an Triebfahrzeugen war in der DDR leider nicht sehr umfangreich und auch nicht immer ohne weiteres über den Handel zu bekommen. Die Jagd auf begehrte Artikel machte das Ganze eigentlich interessant und für mich war das wie das Salz in der Suppe.
Als mein Sohn das entsprechende Alter und die nötigen Ambitionen hatte, bekam er eine 2X1 Meter-Anlage in der Klappvariante an die Wand, erst von mir und später von ihm selbst gestaltet und gewartet. Hier nutzte ich über viele Jahre die Möglichkeit, meine eigenen Modelle ab und zu ein paar Runden drehen  zu lassen, soweit es die engen Radien erlaubten. Der Sohn wurde flügge, fand Frau und eigene Wohnung und für mich wurde sein Zimmer frei, um meine lang gehegten Pläne zu realisieren. Um den Raum von ca. 3,50 X 2,20 m optimal zu nutzen, musste der gesamte Zimmerumfang für die Trasse herhalten, sprich, die Bahn fährt immer an der Wand entlang und das zweigleisig. Ich gehöre nicht zu den Modellbahnern, welche ihre Züge von A nach B fahren lassen und das möglichst nach Fahrplan, bei mir müssen die Züge rollen auch wenn man mal nicht direkt mit der Bahn beschäftigt ist. Der Grundaufbau der Anlage wird im folgendem Gleisplan deutlich

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 Die Länge des durchgehenden Außengleises beträgt hiermit 9,9 Meter, die des Innengleises 9,5 Meter, verbaut wurde fast ausschließlich Roco-Line Material ohne Bettung mit einer Schienenhöhe von 2,1mm, lediglich im Rangier-und Abstellbereich finden sich Pilz- Modellweichen und auch einige Zentimeter Piko-Hohlprofilgleis. Betrieben wird das Ganze analog, unterteilt in drei getrennte Stromkreise. Im Bereich des Betriebswerkes befinden sich zahlreiche abschaltbare Gleisabschnitte, um mehrere Triebfahrzeuge abstellen zu können. Die Weichen sowie die Trennabschnitte sind von einem Gleisbildstellwerk zu schalten. In gleicher Höhe befindet sich der Unterschrank mit der Stromversorgung und den Fahrreglern. Von hier aus ist auch die Drehscheibe, welche erst vor wenigen Monaten einen Antrieb erhielt, zu bedienen. Vorher musste sie mit der Hand gedreht werden, was kein echtes  Problem darstellte, aber eben nicht so komfortabel war. Wichtig war mir hierbei eigentlich nur die Drehfunktion, um die unhandlichen , empfindlichen Schlepptenderlokomotiven zum Drehen nicht immer in die Hand nehmen zu müssen.
Landschaftlich angesiedelt ist meine Anlage im östlichen Erzgebirge, so etwa die Gegend um Aue oder Schwarzenberg herum, ohne jedoch unbedingten Anspruch auf Authentizität zu erheben. Der Ort Reniberg mit seinem Ortsteil Schwarzmühle ist rein fiktiv und auf keiner Landkarte zu finden, was eine unbesorgte Kulissengestaltung erlaubt. Zeitlich angelegt ist das Ganze zwischen den Epochen III und IV, aber Anachronismen sind in Kauf genommen, der Spaßfaktor steht immer im Vordergrund.
Da Elloks ohne Oberleitung immer seltsam wirken, mussten sie bei mir wegen fehlenden Fahrdrahtes die erste Zeit auf Einsätze verzichten, was sich aber mit der späteren Elektrifizierung änderte. Alle meine Elloks beziehen den Fahrstrom wie in der Realität aus der Oberleitung, welche sich umpolen läßt, um die Maschinen in jeder Richtung auf das Gleis stellen zu können .
Die Eigentumsverwaltung des rollenden Materiales beschränkt sich auf
DRG und DR und kommt von den Herstellern Piko, Gützold, Roco, Fleischmann, Brawa, Märklin/Hamo, Liliput, Rivarossi und Lima.                                                                    

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Im Sommer 2011 hielt dann der Digitalbetrieb Einzug.Das Grundsystem stammt aus dem Hause Roco, geregelt wird mit zwei Multimäusen. Allerdings bezieht sich diese Neuerung lediglich auf den Fahrbetrieb,das Zubehör wird nach wie vor analog betrieben und das wird sicher auch so bleiben. Es besteht die Möglichkeit, die drei Kreise ( Aussen-Innen und Betriebswerk ) digital und analog in Kombination zu fahren, ebenso nur digital (Normalfall) oder nur analog. Mittlerweile wurden 39 Maschinen , ausschließlich Epoche III und IV, digitalisiert. Bei älteren Loks ohne Schnittstelle wurden die Decoder fest eingebaut.Abgesehen von der verstärkten Schienenverschmutzung ist der Digitalbetrieb mit mehr Fahrspass, ,besonders im Rangierbetrieb, verbunden.

                                            

 

Die Anlage in Bildern  

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